Töpferlexikon - Abdeckmittel
- Mit Wachs, Latex, Cerumel A oder andere Materialien werden bestimmte Stellen auf einer Oberfläche abgedeckt, während nicht bedeckte Bereiche mit einem anderen Material bzw. Glasur behandelt werden.
- Abdrehen
- Hier wird ein auf der Töpferscheibe gedrehtes Stück nachbearbeitet im lederharten Zustand um etwa Ränder und Füße zuzuschneiden.
- Abseifen
- Giessformen aus Gips werden mit flüssiger Seife behandelt um ein Hängenbleiben des Objekts an der Giessform zu vermeiden.
- Abziehbild
- Mit Hilfe des Siebdruckverfahrens werden keramische Pigmente auf flexibles Abziehpapier aufgedruckt und dann auf schrühgebrannte oder glasierte Ware übertragen. Diese Abziehbilder können im Fachhandel fertig gekauft werden oder selbst hergestellt werden.
- Asche
- Die bei der Verbrennung von Bäumen, Pflanzen oder anderem Pflanzenmaterial entstehenden Rückstände können allein oder mit anderen Stoffen für Glasuren verwendet werden, die bei Steinzeugtemperatur brennen.
- Aufbauen
- Eine traditionelle Methode zum Formen von hohlen Gegenständen aus plastischem Ton, entweder aus Tonkugeln, gerollten Tonwürsten oder Tonplatten
- Aufglasurdekoration
- Keramische Farben, werden auf eine bereits gebrannte weiße Glasur aufgetragen/aufgemalt. In einem 3. Brand verbinden sich die Schmelzfarben bei 700 - 900C durch Verglasung.
- Aufglasurschmelzfarben
- Niedrig brennende Glasuren, die wie bei “Aufglasurdekoration” beschrieben, verarbeitet werden.
- Blasenbildung
- Durch zu schnellen oder unvollständigen Brand können sich in der Glasur während des Brandes Blasen bilden - aufgrund der Freisetzung von Gasen oder Verunreinigungen. Dies kann auch absichtlich herbeigeführt werden durch Beimischung von Trinatriumphosphat o.ä. in die Glasur, das die Bildung von dekorativen Aufblähungen oder Blasen begünstigt
- Blei
- Sehr aktives Glasurflussmittel bei niedrigen Temperaturen. Unbedingt beachten: Im rohen, nicht gefritteten Zustand giftig. Blei ist auch Flussmittel in Kristallglasmischungen
- Brennen
- Der Brennofen wird auf die für Ton oder die Glasur notwendige Temperatur gebracht - mindestens aber zu rotglühender Hitze von 704 C. Emails auf Kupfer schmelzen meist bereits auf 704 - 871 C; die meisten Tone und Glasuren bei 1093 -1260.
- Brennhilfsmittel
- Platten, Stützen,Brennfüßchen werden sowohl im Schrühbrand als auch im Glasurbrand benötigt. Sie sind über die Brenntemperatur hinaus hitzebeständig.
- Brennkurve
- Kurve, die das Verhältnis zwischen Temperatur und Brenndauer wiedergibt
- Craquelee
- Rißbildung in der Glasur zu Dekorationszwecken absichtlich herbei geführt bezeichnet man als Craquelee.
- Daumentechnik
- Methode für kleine Gefäße, die in der Hand geformt werden.
- Dichtbrand
- Durch das Brennen sollen die Tonformen ihre Porosität verlieren und dadurch eine größtmögliche Dichte erreichen, ohne zu schmelzen
- Drehschiene
- Werkzeug aus Gummi oder Holz zum Formen und Glätten
- Eintauchen
- Bestimmte Stellen eines Stückes (oder auch das ganze Stück) werden schnell in Engobe oder Glasur getaucht. Überschüssiges lässt man abtropfen
- Engobe
- Flüssiger Tonschlicker von unterschiedlicher Färbung. Durch Verwendung von Metalloxiden kann die Farbskala erweitert werden. Engoben finden Anwendung bei der Oberflächengestaltung - meist von noch ungebrannten Stücken.
- Engobemalerei
- Mit Hilfe eines mit Engobe gefüllten Malhörnchens werden Stücke dekoriert.
- Entlüften
- Durch Kneten von Hand oder mechanisch mit Vakuumpressen werden plastischen Tonmassen, Luft entzogen.
- Farbkörper
- Konzentrierte Farbstoffe, die zur Einfärbung von Glasuren, Engoben und Tonmassen verwerndet werden.
- Fayence
- Allgemeine Bezeichnung für niedrig gebrannte Tonmassen, wie etwa die “Ägyptische Masse”
- Feinkeramik
- Darunter versteht man Stücke, die nach dem Brand weiss oder cremefarben aussieht. Hier ist ein hoher Anteil an Kaolin und Ball Clay mit Flussmitteln und Füllstoffen enthalten. Die Brenntemperatur hat auf die Bezeichnung keinen Einfluss. Kann in allen Temperaturbereichen gebrannt
- Feldbrand
- Brennen in Erdmulden
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